Drei der Big Five in weniger als einem Monat gegen dieselbe DSP. Das ist kein Agentur-Drama.
Letzte Woche: Publicis empfiehlt Kunden, The Trade Desk nicht mehr zu nutzen. Diese Woche: Omnicom startet ein formelles Review.
20. Februar: WPP und Dentsu verlassen still OpenPath – wegen versteckter Fees und fehlender Transparenz. Kein Statement. Einfach weg.
18. März: Ein Publicis-Memo wird geleakt. FirmDecisions-Audit. Befund: fehlerhafte Fee-Anwendung, automatische Opt-ins ohne Kundenzustimmung, keine validierbaren Mediakostenbelege.
The Trade Desk bestreitet alles. Jeff Green antwortet auf LinkedIn.
Drei der Big Five in weniger als einem Monat. Das ist ein strukturelles Signal.
Ich habe letzte Woche gefragt: Wer kontrolliert eigentlich die Margen im System?
Digiday hat diese Woche die Antwort geliefert: Es geht nicht um Transparenz. Es geht darum, wer die Marge kontrolliert – und wer den direkten Draht zum Kunden behält.
Hast du dein Setup so im Griff, dass solche Schlagzeilen dich nicht aus der Ruhe bringen?
Drei Fragen an dein Setup
- Kennst du jede Fee zwischen deinem Budget und dem Publisher — der Höhe nach, nicht dem Prinzip nach?
- Wurdest du je automatisch in ein Supply-Produkt opt-in gesetzt, ohne zuzustimmen?
- Bekommst du validierbare Mediakostenbelege oder nur eine Rechnungssumme?
Quellen: Digiday / geleaktes Publicis-Memo (FirmDecisions-Audit) / LinkedIn