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Datenschutz · Lieferkette

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Viewability prüfen wir. Brand Safety prüfen wir. Datenherkunft — meistens nicht.

Eine ARD-Dokumentation deckt auf, wie Apps Standortdaten ihrer Nutzer verkaufen – auch für Werbezwecke. Jetzt hat die Landesbeauftragte für Datenschutz in Nordrhein-Westfalen ein formelles Bußgeldverfahren eingeleitet.

Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Systemfehler.

Denn in programmatischen Kampagnen landen Daten, ohne dass irgendjemand in der Buchungskette genau weiß, woher sie stammen. Eingekauft über einen Data Marketplace. Aktiviert in der DSP. Ausgesteuert auf Zielgruppen.

Das sieht auf den ersten Blick sauber aus. Ist es aber nicht immer.

Die eigentliche Frage, die sich Agenturen und Advertiser stellen sollten: Wissen wir eigentlich, woher die Daten kommen, mit denen wir targetieren? Haben wir die Lieferkette je wirklich geprüft?

Viewability prüfen wir. Brand Safety prüfen wir. Datenherkunft – meistens nicht.

Das wird sich ändern müssen. Spätestens wenn es die Aufsichtsbehörde für uns tut.


Drei Fragen an deinen nächsten Datensegment-Einkauf

  1. Aus welcher Quelle stammt das Segment ursprünglich — App, Publisher, Broker?
  2. Auf welcher Rechtsgrundlage wurden diese Daten erhoben und weiterverkauft?
  3. Wer haftet, wenn die Aufsichtsbehörde die Kette rückwärts aufrollt?

Quellen: ARD-Dokumentation / LDI Nordrhein-Westfalen